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ÄLTER WERDEN

E-Sport und der Kampf gegen die Einsamkeit von Senioren

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#Esport 
Das Altern kann eine Zeit voller Anerkennung, Erfahrung und Erkundung sein. Der Lebensabend kann aber auch von tiefer Einsamkeit geprägt sein: Einer von drei älteren Menschen gibt an, sich sozial isoliert zu fühlen. Die Silver Snipers, die erste rein aus Senioren bestehende eSports-Mannschaft der Welt, stellen jedoch unter Beweis, dass Älterwerden nicht immer Alleinsein bedeuten muss. Ihr Mittel gegen die Einsamkeit ist das Gaming.

Wir alle werden älter.

 

Unser Lebensabend ist voller Herausforderungen und Anerkennungen. Er ist eine Zeit des Erkundens, Entdeckens und Ausprobierens. Es kann jedoch auch Zeiten im Leben geben, die von tiefer Einsamkeit geprägt sind. So gibt schockierenderweise ein Drittel der älteren Menschen an, sich sozial isoliert zu fühlen. Dies wiederum führt zu einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und sogar vorzeitigen Tod. Was kann die Welt für ihre Senioren tun?

 

Eine Vorreitergruppe älterer Menschen hat eine unerwartete Lösung für die Epidemie der Einsamkeit. Die schwedischen Silver Snipers sind eine Gruppe energiegeladener Senioren, die ihre Einsamkeit mit Virtual Gaming bekämpfen.

Sie sind die erste Senioren Gaming Mannschaft der Welt und stellen – mit den Händen an der Steuerung – unter Beweis, dass Älterwerden nicht immer Alleinsein bedeuten muss.

 

Das Durchschnittsalter des Teams beträgt 67, was nicht bedeutet, dass es bei den Snipers nicht knallhart herginge. Beim schwedischen Sommerfestival DreamHack Summer 2019 ergatterten sich die Snipers den Weltmeistertitel im Counter Strike: Global Offensive (CS:GO) und bewiesen, dass die nächste Generation der eSports-Meister locker auch über 65 sein kann.

 

Gewinnen ist laut Teammitglied Abbe „Birdie“ Drakborg nicht das wichtigste: „Unser Hauptziel besteht natürlich darin, den Leuten zu zeigen, dass Gaming was für alle ist. Wenn wir es können, könnt ihr es auch!“

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Das Silver Snipers-Team wurde von Lenovo konzeptioniert, rekrutiert, geschult und gefördert. Das Team ist mit einer Reihe erstklassiger Lenovo Legion Gaming-Rechner und Zubehör ausgestattet, damit erfolgreichen Wettkämpfen nichts mehr im Weg steht. 

 

„Technologie hat unserer Welt so viel Gutes gebracht. Doch je tiefer die Technologie in der Gesellschaft verankert ist, desto befremdeter und isolierter fühlen sich unserer Beobachtung nach die Älteren“, berichtet Lale Johansson, Consumer Marketing Manager bei Lenovo und einer der Köpfe hinter den Silver Snipers. „Dieses Problem hat uns motiviert. Wir wollten sehen, ob wir es auf eine positive und inspirierende Weise lösen oder darauf aufmerksam machen konnten.“ 

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Inspirierend sind die Snipers sehr wohl. Doch haben die Mitglieder des silberhaarigen Clubs auch ihre Pflichten. 

 

Das Senioren Gaming Team nimmt zusätzlich zu regelmäßigen Übungsstunden zu Hause zweimal im Monat an einem Training in einem Gaming-Center in Stockholm teil. So verbessert das Team all seine Fähigkeiten – im Zielen und in der Strategie bis hin zum Teambuilding und zur Bewegung. Gegner, nehmt euch in Acht. 

 

Neben den gelegentlich erzielten Pokalen brachte das Gaming dank CS:GO, einem einfach zu lernenden Online-Taktik-Shooter-Spiel, so manchen echten Vorteil, wie beispielsweise eine bessere Konzentrationsfähigkeit, Entscheidungsfindung und Problemlösungskompetenz, wie das Senioren Gaming Team berichtet. 

 

Am meisten bedeutet den betagten Spielern jedoch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Selbst im Alter kann man Zugehörigkeit erfahren, wo man es am wenigsten erwartet. So auch in einer massiven (und ständig wachsenden) Branche wie eSports, deren Einnahmen im Jahr 2019 1 Milliarde USD überstieg. 

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Weibliche Spieler können so gut sein wie männliche und ich bin dankbar, für Frauen und für ältere Menschen ein Vorbild sein zu können.

„Weibliche Spieler können so gut sein wie männliche und ich bin dankbar, für Frauen und für ältere Menschen ein Vorbild sein zu können. Ich habe auch eine Gruppe gegründet, in der ältere Menschen spielen lernen. Es bedeutet mir viel, Freunde zu treffen. Wenn ich meine Freunde online sehe, fühle ich mich nicht mehr allein“, verrät Inger „Trigger Finger“ Grotteblad.

Viele der Teammitglieder geben an, sich selbst zu ihren Enkeln und Urenkeln verbundener zu fühlen. Baltasar „El Niño“ Aguirre findet, dass Gaming den idealen Ort für Großeltern bietet, die jüngeren Mitglieder ihres Clans kennenzulernen. Durch ein gemeinsames Hobby lassen sich unerwartete Verbindungen entdecken und pflegen, findet er. 

 

„[Meine Enkel und ich] haben ein gemeinsames Interesse entdeckt und das ist großartig“, so Inger. „Die positiven Folgen sind überwältigend und übertreffen meine Erwartungen.“ 

 

Grotteblad sagt, sie habe niemals erwartet, mit 67 zu einem Vorbild zu werden, sie sei jedoch dankbar, beweisen zu können, dass „Verschiedenheit etwas Großartiges ist“. 

 

Denjenigen, die noch Zweifel haben, ob sie der Welt des Gaming beitreten sollen oder nicht, rät Öivind „Windy“ Toverud: „Ich würde sagen, auf gehts! Ihr braucht vor nichts Angst zu haben.“