Ducati und Lenovo nutzen gemeinsam Supertechnologie, um Ducati einen Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz zu verschaffen.

SPORT UND TECHNOLOGIE
Lenovo liefert Ducati MotoGP Power auf Rennstrecke und Straße 

Als Haupt-Technologiepartner von Ducati MotoGP hilft Lenovo, den Motorradrennsport neu zu gestalten und ihn sicherer, schneller und smarter zu machen.

Für die Zuschauer sieht Andrea Doviziosos Motorrad wie ein verschwommener roter Fleck aus, der über die Rennstrecke fliegt. Es ist März 2019 und Dovizioso – einer der Stars des Ducati-Teams, das in der MotoGP fährt – ist nur noch Sekunden von der Ziellinie entfernt. Er überquert sie als Erster, aber nur ganz knapp. 

Dovizioso und die anderen Fahrer haben soeben die einzige, nur einen Kilometer lange Gerade des Losail International Circuit in Katar hinter sich gebracht. Jetzt liegen vor ihnen 16 rasante Kurven, die sich auf nur 5,3 Kilometer verteilen. Um diese zu bewältigen, ohne umzukippen oder ins Schleudern zu geraten, müssen sich die Fahrer auf die Zentrifugalkraft stützen, die beim Einfahren in die Kurve zum Tragen kommt. Sie müssen sich hineinlehnen, bis das Kniepolster gerade eben den Asphalt touchiert. Die geringste Fehleinschätzung kann einen Fahrer von der Führungsposition ans Ende des Feldes zurückwerfen – oder noch Schlimmeres.
 


Nach 42 Minuten und 36 Sekunden rast Dovizioso über die Ziellinie und gewinnt mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,023 Sekunden. 

„In der MotoGP geht es um Millisekunden“, erklärt Ducatis Chief Technical Officer, Konstantin Kostenarov. Der Erst- und der Zehntplatzierte lagen diesmal nur 9,6 Sekunden auseinander. 

Doch der Unterschied zwischen Erstem und Letztem ist nicht immer so klein gewesen. Vor fünfzehn Jahren lag in Katar noch über eine Minute zwischen diesen Positionen. Seitdem hat sich im Sport so viel verändert. 

In der MotoGP sind es heutzutage nicht mehr nur das Talent, der Mut oder das Training, die einen Fahrer auf das Siegertreppchen bringen. Wer gewinnen will, muss über das Gummi seiner Reifen und den Asphalt der Strecke hinausdenken. Man benötigt die Technologie des 21. Jahrhunderts. 

Ducati, ein italienisches Unternehmen, das seit 93 Jahren Motorräder herstellt, weiß das nur zu genau. Im April 2018 unterzeichnete das Ducati-Team, das in der MotoGP fährt, einen Vertrag mit Lenovo als Haupt-Technologiepartner. Jetzt treiben Lenovos preisgekrönte PCs, Tablets und Hochleistungsserver Weltmeister-Motorradfahrer an und bewahren ein jahrzehntealtes Erbe italienischer Geschwindigkeit, schweißtreibender Arbeit und natürlich der Rennerfolge.

Techniker von Ducati arbeiten an einem Motorrad.

„Wir wissen, wie man Motorräder herstellt, die auf der Rennstrecke und der Straße gleichermaßen Höchstleistungen liefern“, sagt Kostenarov. Doch angesichts des Paradigmenwechsels, mit dem die Motorradindustrie konfrontiert ist, musste sich das Unternehmen einer „digitalen Transformation“ unterziehen und zu einem „datenorientierten Unternehmen“ werden. Es musste nach dem Motto „Think Big“ handeln und smarter werden: analysieren, lernen und optimieren, immer wieder und wieder.

Lenovo war angesichts seiner Erfolgsbilanz im Designen „smarterer Technologie“ und der Erbringung von „Dienstleistungen auf hohem Niveau“ die logische Wahl, um Ducati den Sprung ins 21. Jahrhundert zu erleichtern, wie Kostenarov erklärt.

Ducati CTO Konstantin Kostenarov arbeitet an einem Lenovo ThinkPad.

“Aangesichts des Paradigmenwechsels, mit dem die Motorradindustrie konfrontiert ist, musste sich das Unternehmen einer „digitalen Transformation“ unterziehen und zu einem „datenorientierten Unternehmen“ werden."


Wo sich Rennfahrer einst auf Intuition und Vermutungen verließen, um die Bedingungen des Tages einzuschätzen, können sie jetzt kleinste Details ihrer Fahrzeuge und der Umgebung verfolgen, um jedes Rennen und jede Trainingsfahrt zu optimieren. 

Laut Davide Barana, dem technischen Leiter von Ducati Corse, hat jede Rennstrecke ihr eigenes spezifisches Layout. Jedes Fahrzeug müsse an die spezifischen Eigenschaften der Strecke angepasst werden: eine Menge Kurven? Rasante Geraden? Zusätzlich müssen die persönlichen Vorlieben des Fahrers berücksichtigt werden. Das Motorrad lässt sich laut Barana „weitgehend anpassen“. Alles vom Fahrgestell bis zur Instrumentierung könne optimiert werden.

In dieser spannenden Begegnung von Geschwindigkeit und Metall spielen Daten eine wichtige Rolle. Die Sensoren bilden das Fundament. Über 50 winzige in das Motorrad integrierte Prozessoren verfolgen sämtliche Werte – von der Rotationsgeschwindigkeit des Rades bis zur Beschleunigung des Motors. Während des Rennens werden die Daten im Fahrzeug gespeichert und bei jedem Boxenstopp auf ein Arsenal von Lenovo Thinkpad P1 geladen, mit denen das Ducati-Team arbeitet. Die Workstations analysieren rasch die Informationen, und das Team passt dann die Spezifikationen des Motorrads für den nächsten Lauf an.

Ducati-Team an der Rennstrecke, unterstützt von Hochleistungs-Computertechnik von Lenovo.

„Je höher die Rechenleistung, desto schneller die Motorräder“, unterstreicht Stefano Rendina, IT-Leiter bei Ducati Corse, die Wichtigkeit von Hochleistungsrechnern.

Technologie sei jedoch kein Ersatz für fahrerisches Können und Training, sondern eine Ergänzung. „Das Motorrad untersteht immer vollständig der Kontrolle des Fahrers“, erklärt Barana. Die elektronischen Features wie z. B. die Traktionskontrolle sollten als Hilfsmittel dienen und keine aufdringlichen Ablenkungen sein.

Barana berichtet, dass die technologische Evolution der MotoGP zur Verbesserung der Sicherheit der Fahrer beigetragen habe, da sie die Anzahl der Unfälle und vermeidbaren Fehler reduziert habe. Sie sei jedoch auch eine Art Gleichmacher gewesen. 

„Wir sehen eine Zunahme des Potenzials für unterschiedliche Fahrer“, da die neue Technologie „weniger talentierten Fahrern“ helfe, konkurrenzfähig zu bleiben, erläutert er. Seiner Meinung nach macht dies die Rennen „umso interessanter für die Fans“.

Ducati-Werk – Fertigungslinie.

Nicht nur Fahrer profitieren von den neuesten Errungenschaften der Datentechnologie. Die auf den Rennstrecken eingeführten Neuerungen werden schrittweise in Ducati-Maschinen für Verbraucher umgesetzt, sodass diese in den Genuss eines besonders sicheren und angenehmen Fahrerlebnisses kommen. Und aufgrund von Lenovos erstklassigen Fähigkeiten im High Performance Computing kann Ducati seine Renntechnologie mit unerreichter Schnelligkeit und Sicherheit an den Straßeneinsatz anpassen.

Denn „die Rennaktivität ist der Prüfstand für neue Technologien, bevor sie in die Serienfertigung gehen und in großen Stückzahlen umgesetzt werden“, wie Rendina ausführt.

Die Technologie von der Rennstrecke für die Straße anzupassen, ist ein komplexes Unterfangen, da sich die Zentrale von Ducati in Bologna befindet und das Team an Rennen in aller Welt teilnimmt. In der einen Woche gibt das Ducati-Team vielleicht Gummi in Catalunya. In der darauffolgenden könnte es bereits über den Circuit of the Americas in Austin, Texas, rasen. Lenovo ist das Bindeglied zwischen dem reisenden Team und dem Heimatstandort, und Schnelligkeit bietet dem Rennteam gleich in mehrerer Hinsicht Vorteile. 

“Lenovo Technologie hilft uns, die Zeit von der Designphase bis zum Produktionsstart zu verkürzen”

Lenovo ThinkSystem Hochleistungsserver.

Kostenarov drückt es so aus: „Lenovo Technologie hilft uns, die Zeit von der Designphase bis zum Produktionsstart zu verkürzen“ – und in den Showroom kommen die Fahrzeuge natürlich ebenfalls schneller. 

Die hohe Rechenleistung der Lenovo Lösungen ermöglicht den Ducati-Designern, ihre Algorithmen und die Technologie ihrer Rennfahrzeuge rasch für verbraucherfreundliche Modelle anzupassen. Ein Beispiel: 2018 führte Ducati bei seinen Rennfahrzeugen Winglets ein – ein von der Flugzeugtechnologie angepasstes Merkmal, das auch die Aerodynamik von Motorrädern verbessert. Im November des vergangenen Jahres stellte das Unternehmen dann auf der Internationalen Motorradmesse Mailand (EICMA) ein Straßenfahrzeug mit von den Rennmodellen inspirierten Winglets vor. Von der Rennstrecke auf die Straße – in Nullkommanichts.

Ducati Corse ist laut Kostenarov einer der wichtigsten Einflüsse auf die Identität der Marke und das Kundenerlebnis, und Verbraucher erwarteten, dass dieselbe Technologie, die es MotoGP-Fahrzeugen ermöglicht, im Rekordtempo über die Ziellinie zu fahren, auch in den Ausstellungsräumen von Ducati verfügbar sei.

„Wir haben mehr Leistung, mehr Sicherheit, mehr Möglichkeiten, die Technologie einzusetzen“, erklärt er. Dies alles bedeute, dass Ducati „schneller neue Teile einführt... und neue Produkte designt.“

Techniker im Ducati-Werk nutzen Technologie von Lenovo.

Die hohe Rechenleistung der Lenovo Lösungen ermöglicht den Ducati-Designern, ihre Algorithmen und die Technologie ihrer Rennfahrzeuge rasch für verbraucherfreundliche Modelle anzupassen.


Eine derart kurze Vorlaufzeit hat Folgen, die weit über die Grenzen der MotoGP-Rennstrecken hinausreichen. Selbstverständlich will Ducati die Elite-Rennstrecken auch in Zukunft dominieren, doch das wichtigste Ziel des Unternehmens besteht darin, schnellere, sicherere und schnittigere Motorräder für die Öffentlichkeit herzustellen. Denn die Technologie, die von den Fahrern auf der Rennstrecke erprobt wird, wird früher oder später auch in den verstopften Straßen von Tokio oder den steilen Uferstraßen von Griechenland zum Einsatz kommen.

Lenovo begleitet Ducati dabei fast auf Schritt und Tritt, von der Sicherheit und Leistung bis zur technischen Raffinesse. „Wir suchen einen Partner, der unsere Hauptwerte wie Leistung, technische Raffinesse und Sicherheit respektiert“, erläutert Kostenarov. „In den Lösungen von Lenovo haben wir den branchenweit Besten gefunden, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die durch die Partnerschaft möglich gemachte intelligente Transformation bedeutet, dass Ducati-Technologie Auswirkungen jenseits der Rennstrecke haben wird und die Art und Weise transformieren wird, wie wir alle leben, zur Arbeit fahren und unsere Freizeit verbringen. Das ist es, was Lenovo als „smarter technology for all“ bezeichnet.

Die MotoGP steht laut Gabriele Conti, Ducatis Elektronikingenieur, „an der Spitze“ der technologischen Innovation, gleichzeitig aber sei sie „immer noch ein Sport, in dem es zu Nahkämpfen kommt.“ Auf der einen Seite habe man die Technologie. Auf der anderen Seite „den Kampf der Fahrer bis zur letzten Kurve“.

Entdecke die Lenovo Technology

Fire Wind

Lenovo Data Center Solutions

Mehr erfahren

Data Center Solutions

Lenovo Lenovo PCs & Tablets

Entdecke

PC & Tablets

Lenovo Security ThinkShield Solutions

Discover


Mehr Erfolgsgeschichten