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Globale Lieferkette

Allgemeine Bestimmungen


Lenovo bekennt sich zu Corporate Citizenship und verantwortlichem Handeln. Das Unternehmen arbeitet ständig daran, seine Geschäftstätigkeit zu verbessern und leistet zugleich einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft. Das Unternehmen legt großen Wert auf Kundenzufriedenheit, Innovation, Leistungskompetenz und Vertrauenswürdigkeit. Lenovo strebt danach, diese Grundwerte in alle Geschäftsaspekte, Richtlinien und Verfahren der folgenden Bereiche zu integrieren: Produktqualität und -sicherheit, Mitarbeiterfürsorge, globale Lieferkette, ethisches Geschäftsgebaren, gemeinnützige Investitionen und Umweltschutz. Lenovo ist seit Juni 2006 Mitglied der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC). Der Verhaltenskodex der EICC enthält Best Practices für die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Normen hinsichtlich Leistung und Compliance in den folgenden fünf Kernbereichen festlegen:

  • • Arbeit
  • • Gesundheit und Sicherheit
  • • Umwelt
  • • Managementsystem
  • • Ethik

Lieferantenauswahl

Als Mitglied der EICC hat Lenovo den Verhaltenskodex der EICC übernommen. Im Zuge dessen haben wir einen Fragebogen zur Selbstauskunft (SAQ) für Tier-1-Produktionslieferanten erstellt und verlangen von allen Lieferanten, ihre Anlagen einem Audit durch EICC-zertifizierte Prüfer zu unterziehen. Diese Maßnahmen führen wir ebenso für all unsere Lenovo Standorte durch.

Durch die Zusammenarbeit schaffen Lenovo und andere teilnehmende Unternehmen eine umfassende Strategie, einschließlich Tools und Prozesse, zur proaktiven Wegbereitung für einen standardisierten Ansatz zur Kontrolle der Lieferantenleistung in verschiedenen Bereichen der sozialen Verantwortung. Darunter fallen Arbeitspraktiken, Gesundheit und Sicherheit, Ethik und Umweltschutz. Indem wir einheitliche Standards erstellen, sind Lenovo und seine Partnerunternehmen in der Lage, Ineffizienzen und Doppelarbeit im Zusammenhang mit unserer sozialen Verantwortung zu vermeiden; gleichzeitig wird es dadurch leichter, die Einhaltung dieser Standards zu überprüfen. 

Lenovo nutzt seine Mitgliedschaft in der EICC, um gemeinsam an der Lösung von Branchenproblemen wie Mineralien aus Krisengebieten und ökologische Nachhaltigkeit zu arbeiten. Wir unterstützen einen branchenweiten Ansatz, der sich dem Problem von Mineralien aus Krisengebieten widmet. Mineralien aus Krisengebieten sind Columbit-Tantalan (Coltan), Kassiterit, Wolframit, Gold oder deren Derivate. Zu den sogenannten „Konfliktmineralien“ zählen sämtliche andere Mineralien oder deren Derivate, die laut dem US-Außenministerium bei der Finanzierung von Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) oder einem benachbarten Land eine Rolle spielen. Lenovo ist seit seiner Gründung 2007 Mitglied der Extractives Working Group der GeSI (Global e-Sustainability Initiative) der EICC. Einige Ergebnisse der kontinuierlichen Arbeit der Initiative:


  • • Veröffentlichte Aussagen zur Verwendung von Mineralien in Elektroprodukten
  • • Veröffentlichung einer formellen Richtlinie auf unserer Unternehmens-Website
  • • Auftragsstudien und -berichte, um über das Problem zu informieren und darauf aufmerksam zu machen
  • • Gründung der Untergruppe für Tantal-Lieferketten und Veranstaltung von Workshops
  • • Unterstützung der ITRI Tin Supply Chain Initiative (iTSCi) durch Finanzmittel und Ausstattung
  • • Veranstaltung zahlreicher Foren für Aktionäre und branchenübergreifender Foren
  • • Entwicklung und Einführung eines Auditprozesses für Hüttenwerke, mit dem belegt werden kann, dass keine Unterstützung der Konflikte im Kongo (Tantal, Zinn) erfolgt.

2012 wird Lenovo weiterhin die branchenweiten Bemühungen in diesem Bereich unterstützen, u. a:


  • • Weiterentwicklung des Conflict-Free Smelter Validation Program
  • •Entwicklung eines einheitlichen Branchenansatzes zur Umsetzung der Anforderungen der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hinsichtlich Offenlegung und Sorgfaltspflicht
  • • Unterstützung der Implementierung eines verifizierbaren Rückverfolgungssystems für den Kongo und Nachbarländer für konfliktfreie Mineralien
  • • Aufklärung der Aktionäre über unsere Positionen und Initiativen zu Metallen, die aus Mineralien aus Krisengebieten gewonnen werden

Weiter Informationen zur Initiative finden Sie unter http://www.eicc.info/RESOURCES.htm. Lenovo bekennt sich zu Corporate Citizenship und möchte in Umweltangelegenheiten bei all unseren Geschäftsaktivitäten und in der gesamten Lieferkette beispielhaft handeln. Lenovo plant, seine Unterstützung und Teilnahme am EICC Carbon Reporting System im Hinblick auf seine Lieferkette fortzusetzen. Das EICC Carbon Reporting System nutzt die Tools, die im Pilotprogramm 2008–2009 entwickelt wurden, und weitere Standards wie das Carbon Disclosure Project. Die Plattform erhebt über einen standardisierten Fragebogen mithilfe eines Emissionsrechners Daten zu CO2-Emissionen und Energieeffizienz. Lenovo ist von den Vorteilen dieses Branchentools überzeugt: Dazu zählen das Verringern doppelter Kundenanfragen, ein geschärftes Bewusstsein hinsichtlich der CO2-Bilanz innerhalb der Lieferkette und die Möglichkeit, die Lieferkette zu optimieren. Ergebnisse des Pilotprojekts des EICC Carbon Reporting System 2009 finden Sie unter: http://www.bsr.org/reports/BSR_EICC_A_Practical_Approach_to_Greening_the_Electronics_Supply_Chain.pdf Lenovo beabsichtigt, die branchenweiten Bemühungen und die Zusammenarbeit in diesen wichtigen Bereichen fortzusetzen. Momentan erstatten die Lieferanten, die 95 % der Gesamtausgaben von Lenovo ausmachen, Bericht über ihre Emissionen und ihren Wasserverbrauch.

Die Einhaltung des EICC-Kodex in der gesamten Lieferkette ist ein fortlaufender Verbesserungsprozess. Im Rahmen des Lieferantenauswahlprozesses von Lenovo bestärken wir unsere Tier-1-Lieferanten darin, sich den EICC-Standards zu verpflichten, indem sie formelle Vertragsergänzungen unterzeichnen. Des Weiteren halten wir unsere Lieferanten dazu an, Online-Fragebögen zur Selbstauskunft auszufüllen, Compliance-Audits über externe EICC-Auditoren durchzuführen und dieselben Anforderungen auch an ihre Lieferanten zu stellen. 97 Prozent der Tier-1-Lieferanten von Lenovo haben sich zur Einhaltung der EICC-Standards und zum Ausfüllen des detaillierten Selbstauskunft-Fragebogens zu ihren Leistungsdaten bereit erklärt und lassen von EICC-akkreditierten Auditunternehmen Audits durchführen. Derzeit haben etwa 80 Prozent der Lenovo Komponentenlieferanten die Selbstauskunft und/oder externe Audits durchgeführt.

Die EICC-Auditergebnisse unserer Lieferanten verbessern sich kontinuierlich und steigen mit jedem Audit um durchschnittlich 11 %. Die Ergebnisse der Lenovo Audits zeigen, dass „Arbeitszeiten“ der Bereich ist, in dem die meisten Verstöße gegen den EICC-Kodex auftreten. Lenovo wird weiterhin gemeinsam mit seinen Lieferanten korrigierend eingreifen, wenn Überstunden überhand nehmen. Außerdem unterstützen wir weiterhin die branchenweiten Bemühungen, indem wir an Aktivitäten der EICC-Arbeitsgruppen teilnehmen, um die Ursachen der Probleme besser zu verstehen. Wir unterstützen die Entwicklung von Tools, mit denen übermäßige Überstunden aufgedeckt und verringert werden können. Darüber hinaus erarbeiten wir weiterhin gemeinsam mit unseren Lieferanten Audits und Korrekturmaßnahmen, die eine korrekte Bewertung ihrer Leistung und eine nachhaltige Verbesserung ermöglichen sollen. Lenovo bestärkt seine Lieferanten zudem darin, die Kompetenz zu erwerben, selbst in diesem Bereich innovativ und federführend tätig zu werden.

Lenovo weitet seine Lieferanten-Nachhaltigkeitsprogramme auch auf Logistikpartner aus. Zudem werden weiterhin Risikoanalysen durchgeführt, um jene Lieferanten zu ermitteln, die die Fragebögen zur Selbstauskunft ausfüllen und zusätzlichen internen und externen Audits unterzogen werden müssen.

CO2-Emissionsberichte von Lieferanten

Lenovo beteiligt sich auch weiterhin an den Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten der Electronics Industry Citizenship Coalition, die zum Ziel haben, den Kohlenstoffdioxidausstoß und Wasserverbrauch innerhalb unserer Lieferkette zu messen und zu dokumentieren. Wir fordern unsere Hauptlieferanten dazu auf, ihre Daten zum CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch über die EICC- oder CDP-Berichtstools an EICC/BSR zu übermitteln.

Im FJ 2012/2013 wird Lenovo verschiedene Initiativen durchführen, um die Ausgaben für die direkte Beschaffung transparenter zu gestalten. Zu diesem Zweck werden wir Metriken entwickeln, anhand derer wir unsere absoluten Emissionen und Emissionen pro Lenovo Produktionseinheit messen, um entsprechende Referenzwerte (Baselines), quantitative Reduktionsziele und Maßnahmen zur Verbesserung unserer CO2-Bilanz festzulegen.  Zusätzlich dazu wird Lenovo regelmäßige Berichte zu den Fortschritten bei der Zielerfüllung anfordern und parallel dazu alle Lieferanten dazu anhalten, sich über Best Practices und Reduktionsziele austauschen.  Diese Aktivitäten zur Verbesserung der CO2-Bilanz werden in den Supplier Performance Report Cards von Lenovo festgehalten, in denen auch die Bemühungen zur Einhaltung der EICC-Kriterien dokumentiert sind. 

Wir laden unsere Hauptlieferanten jedes Jahr zu einer Konferenz ein, bei der wir verschiedene Nachhaltigkeits- und andere Geschäftsstrategien und -anforderungen diskutieren.  An dieser Konferenz nehmen sowohl unser CEO, der Senior Vice President der Product Group, der Senior Vice President der Global Supply Chain als auch andere wichtige Führungskräfte teil.  In den vergangenen Jahren war Nachhaltigkeit auch ein wichtiges Thema in den Vorträgen der Führungskräfte sowie bei produktiven Breakout-Sessions zu speziellen Themen, wie Treibhausgasemissionen und Konfliktmineralien.

Interne Abläufe in der globalen Lieferkette

Lenovo wendet für seine eigenen Abläufe in der globalen Lieferkette dieselben anspruchsvollen EICC-Standards an. Wir haben in unseren sechs Produktionsstätten in China, Mexiko und Indien externe EICC-Audits durchführen lassen. Die Ergebnisse wurden von den Auditunternehmen für stark befunden, es erfolgten auch Korrekturmaßnahmen infolge aufgezeigter Verbesserungsmöglichkeiten. Es werden regelmäßig Audits durchgeführt, um die erfolgreiche Leistung in diesem Bereich zu überwachen und zu validieren. Lenovo führt zudem strenge interne Audits an allen Produktionsstätten weltweit durch, um die Einhaltung von Vorschriften und externen Managementsystemen sicherzustellen. Alle Lenovo Produktionsstätten weltweit sind gemäß ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt) und OHSAS 18001 (Gesundheit und Sicherheit) zertifiziert.

Lenovo optimiert weiterhin seine globale Lieferkette, um größere Produktmengen auf umweltverträglichen Versandwegen zu verschicken – z. B. per Schiff und Bahn. Lenovo arbeitet zudem eng mit seinen Logistikpartnern zusammen, um Produkte umweltverantwortlich zu transportieren. In Nordamerika beispielsweise hat sich Lenovo dem EPA SmartWay-Programm angeschlossen und verpflichtet seine nordamerikanischen Transportdienstleister dazu, diese Standards einzuhalten. Die SmartWay Transport Partnership ist eine innovative Zusammenarbeit zwischen Transportwesen und US-Umweltschutzbehörde, die kraftstoffsparende Programme unterstützt und daran arbeitet, die Treibhausgasemissionen zu senken.

Lenovo beteiligt sich auch weiterhin an den Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten der Electronics Industry Citizenship Coalition, die zum Ziel haben, den Kohlenstoffdioxidausstoß und Wasserverbrauch innerhalb unserer Lieferkette zu messen und zu dokumentieren. Die Hauptlieferanten von Lenovo werden dazu aufgefordert, ihre Daten zum CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch über die EICC- oder CDP-Berichtstools an EICC/BSR zu übermitteln.

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